Martial Arts Filme esoterisch erleben

Kung Fu-Filme und andere Martial Arts Streifen sind manchmal sehr esoterisch geprägt. Sie zelebrieren die Dominanz des Geistes über das Körperliche. Und sie können den Betrachter gelegentlich auf eine höhere spirituelle Stufe erheben.

Dominanz des Geistes

schwertkämpfer

Wenn man an Kung-Fu Filme denkt, fallen einem ewig lange Kampfszenen ein, in denen Männer wie Frauen mithilfe erstaunlicher akrobatischer Techniken aufeinander einprügeln. Es geht um Körperkontrolle, die richtigen Bewegungen und die richtige Technik.
Im Blickpunkt solcher Filme steht aber nicht nur das Austeilen wie Abwehren von Schlägen und Tritten. Es ist der menschliche Geist, der oft erstaunlich gelungen in Szene gesetzt wird.

Der Geist, die mentale Ebene, das Spirituelle, der menschliche Wille. In vielen Martial Arts Filmen wird in diesem Bereich die wahre Quelle kämpferischen Erfolges ausgemacht. Die Protagonisten trainieren unter harten Bedingungen, stählen ihre Körper und steigern ihre Reaktionsfähigkeiten.
Doch das ist nur die Pflicht. Die Kür findet im Kopf statt. Denn dort wird entschieden, die eigenen körperlichen Grenzen zu überwinden und Ergebnisse anzustreben, die teilweise sogar die Naturgesetze außer Kraft setzen – oder diese zumindest überstrapazieren.

Martial Arts Filme und die Naturgesetze

Natürlich, bei Kung-Fu Filmen und anderen Kampfsportstreifen handelt es sich um Unterhaltung. Es werden Sprünge ausgeführt, die physikalisch unmöglich sind. Blinde sind in der Lage, mit ihren Sinnen Gegner exakt zu orten – vorzugsweise mit dem sechsten Sinn. Und es kam auch schon mal vor, dass die Kämpfer Laserstrahlen verschossen haben.
Man mag Einiges davon vielleicht überzogen finden, doch das Ganze hat einen positiven Effekt. Der Betrachter, der sich mit den Ereignissen und Charakteren identifiziert, fühlt sich erhoben. Er wird auf emotionale Art daran erinnert, dass in ihm (oder ihr) vielleicht Kräfte schlummern, die geistige Einschränkungen sprengen und das Unmögliche möglich machen.

Esoterisches Kung Fu

Die in Szene gesetzte Kampfsportart ist sehr häufig Kung Fu. Aber auch Ninjitsu oder Kickboxen kommen gerne zum Einsatz. Und oftmals kann man als Laie gar nicht mehr richtig beurteilen, wie die martialische Kunst nun heißt, die gerade Gegnern die Köpfe einschlägt oder sie in Scharen in Klingen und Lanzen laufen lässt. Im Grunde ist das auch egal.
Denn der wahre Unterhaltungs- und Erlebniseffekt geht für viele Zuschauer sicherlich von der esoterischen Komponente aus. Novizen werden mit harter Arbeit zu Meistern, doch wenn sie wirklich das Außerordentliche erreichen wollen, müssen sie in vielen Filmen erst ihre spirituelle Seite entdecken und im Kampf nutzen können.

So lässt sich in einem Film beispielsweise das körperlich-mentale Kung Fu als Basisfähigkeit eines Meisterkämpfers betrachten. Will jemand wirklich zum Ausnahmekämpfer werden, muss noch die Weisheit und die Praktik des Tai Chi studiert werden. Erst das hilft dann den Protagonisten, die eigenen magischen Fähigkeiten zu aktivieren und den übermächtigen Bösewicht mit seinen Armeen zu besiegen.

Selbsterhebung durch Martial Arts Filme

Als Betachter erhält man die Möglichkeit mitzufiebern und selbst ein wenig seine magischen Kräfte zu entdecken. Da mag viel Einbildung dabei sein, doch wenn man Einbildungen glaubt, können diese leicht zu Affirmationen werden, die bekanntlich positive Ergebnisse in der Realität begünstigen. Neben dem Unterhaltungsgenuss könnte genau darin der tiefere Nutzen von Kampfsportfilmen liegen. Die fantastische Erhebung des eigenen Ich hinterlässt so positive Spuren im Bewusstsein, was dann letztendlich zu spürbaren Verbesserungen in der Außenwelt führt – und vielleicht sogar zu einer Aktivierung magischer Kräfte, deren Wirkung unsere Realität im eigenen Sinne gestaltet.

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